aus heutiger sicht, kann ich wohl meinem letzten post zu diesem thema nicht mehr so ganz zustimmen. braucht man gott, um ein guter mensch zu sein? wenn ich dieses buch so lese, merke ich schon auch, dass mein glaube mit der lehrmeinung der kirche ja gar nichts mehr zu tun hat. er fragt dann halt, warum man dann überhaupt noch glaubt. der logische schritt für den autor ist atheismus - durch logische beweisführung den glauben an gott aufzugeben. ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt könnte - ist schon ein ziemlich mutiger schritt. aber er hat natürlich insofern recht, als es ein spannender schritt ist und auch ein bewußtseinserweiternder. ich war ja immer der meinung, dass die für die menschheit meiner meinung nach notwendige bewußtseinserweiterung aus dem glauben erwachsen wird. aber vielleicht ist das ja gar nicht so. vielleicht kommt sie ja tatsächlich aus dem verzicht auf religion und glauben.
das leben wird ja sicher auch ohne glauben nicht leer, das merke ich schon an mir . ich meine, hin und wieder gehe ich gerne in die kirche und ich halte rituale, inne halten, stille, reflexion, nichts tun für sehr wichtig. aber dawkins hat natürlich schon recht, wenn er sagt, dass ein gebildeter, vernunftbegabter mensch das auch ohne hilfsmittel - sprich ohne zuhilfenahme von geboten und strafen - hinkriegen sollte, indem er eine vernunftentscheidung trifft. das gebot, verbot, strafe system scheint eh nicht so wirklich gut zu funktionieren. die "strafe" für zb rauchen kann ja krankheit sein und das weiss auch jeder, trotzdem hören die meisten doch nicht deshalb auf. ok, nicht das beste beispiel, aber ich glaube, das funktioniert auf diese art und weise.
hab das buch heute fertig gelesen, aber das wird mich doch sicher noch eine weile beschäftigen.
Mittwoch, 28. November 2007
Samstag, 17. November 2007
Richard Dawkins: The god delusion
so far, hab ich das so verstanden: er argumentiert doch eigentlich, dass man sich nicht einfach aussuchen kann, was man unter dem Wort "gott" versteht. das es eigentlich nicht der Gott der monotheistischen Religionen ist, wenn ich es als eine undefinierte Energie bezeichne.
bin mir nicht ganz sicher, ob ich dem so zustimme. ich verstehe das konzept der religionen, als eine grenze, die ich mir selbst setze. für mich ist es einfacher, mir vorzustellen, dass es etwas gößeres als mich selbst gibt. das kann helfen, demut zu lernen, und demut ist eine unabdingbare eigenschaft für weiterentwicklung.
außerdem glaube ich, dass es manchmal, wenn man vor einem problem steht, das man nicht alleine lösen kann, notwendig ist, es sozusagen abzugeben - einfach in dem vertrauen, dass es sich schon lösen wird. auch da ist es hilfreich sich etwas oder ein wesen vorzustellen, das größer ist als ich, einfach weil ich mir bei einem solchen wesen ja auch besser vorstellen kann, das es dinge kann, die ich nicht kann. also zum Beispiel das problem lösen zu dem mir nichts mehr einfällt.
natürlich ist das dann ein hilfsmittel, aber ist das nicht egal. wenn's funktioniert ist doch egal wieso. make it work, egal wie.
bin mir nicht ganz sicher, ob ich dem so zustimme. ich verstehe das konzept der religionen, als eine grenze, die ich mir selbst setze. für mich ist es einfacher, mir vorzustellen, dass es etwas gößeres als mich selbst gibt. das kann helfen, demut zu lernen, und demut ist eine unabdingbare eigenschaft für weiterentwicklung.
außerdem glaube ich, dass es manchmal, wenn man vor einem problem steht, das man nicht alleine lösen kann, notwendig ist, es sozusagen abzugeben - einfach in dem vertrauen, dass es sich schon lösen wird. auch da ist es hilfreich sich etwas oder ein wesen vorzustellen, das größer ist als ich, einfach weil ich mir bei einem solchen wesen ja auch besser vorstellen kann, das es dinge kann, die ich nicht kann. also zum Beispiel das problem lösen zu dem mir nichts mehr einfällt.
natürlich ist das dann ein hilfsmittel, aber ist das nicht egal. wenn's funktioniert ist doch egal wieso. make it work, egal wie.
nothing worth gaining has ever been gained without effort
when things go wrong as they sometimes will
when the road you're trudging seems all uphill,
when the funds are low, and the debts are high,
and you want to smile, but you have to sigh,
when care is pressing, you down a bit,
rest, if you must, but don't you quit.
life is queer with its twists and turns,
as everyone of us sometimes learns.
and many a failure turns about,
when he might have won had he stuck it our;
don't give up though the pace seems slow -
you may succeed with another blow.
Success is failure turned inside our -
the silver tint of the clouds of doubt.
and you never can tell how close you are,
it may be near when it seems so far.
so stick to the fight when you're hardest hit -
it's when things seem worst that you must not quit
when the road you're trudging seems all uphill,
when the funds are low, and the debts are high,
and you want to smile, but you have to sigh,
when care is pressing, you down a bit,
rest, if you must, but don't you quit.
life is queer with its twists and turns,
as everyone of us sometimes learns.
and many a failure turns about,
when he might have won had he stuck it our;
don't give up though the pace seems slow -
you may succeed with another blow.
Success is failure turned inside our -
the silver tint of the clouds of doubt.
and you never can tell how close you are,
it may be near when it seems so far.
so stick to the fight when you're hardest hit -
it's when things seem worst that you must not quit
wenn du bemerkst, dass du ein totes pferd reitest ...
wenn du bemerkst, dass du ein totes pferd reitest: steig ab. geht mir oft durch den kopf, dieser spruch. wie bereits bemerkt: kann mir nicht vorstellen, dass das so weiter gehen kann. ich hab natürlich auch nicht wirklich eine vorstellung von allen möglichen konsequenzen. aber was ich weiss, ist, dass es - wahrscheinlich mit außnahme des menschlichen geistes - für alles grenzen gibt. vor allem auf materieller ebene. ich kann nicht 100 km/h schnell laufen. es gibt auch für das, was die erde aushalten kann grenzen. es gibt auch für das, was menschen aushalten können - vor allem wenn sie total unbewußt agieren - grenzen.
wenn ich im moment auf seminaren bin, wird immer davon geredet, wie es denn weitergeht, was man den tun muss, damit man noch mehr verdient, dabei noch weniger arbeitet und so. das empfinde ich zumindest so. keiner stellt sich einmal die frage, ob das überhaupt möglich ist.
deuten nicht alle anzeichen in eine völlig andere richtung? wie sollte denn das ausschauen? ich meine - klar, alle ursachen und wie sie zusammenhängen sind von einem einzelnen menschen wohl kaum erkenn- und auswertbar. aber im gesamten gesehen ...
wie soll das denn laufen, so wie wir jetzt leben und gelebt haben, haben wir unserem lebensraum enormen schaden zugefügt. und dabei war das nur ein bruchteil der gesamtbevölkerung. wie wahrscheinlich ist es dann, dass der rest der bevölkerung für immer in dieser unterdrückung und geteilten gesellschaft weiterlebt. ist es nicht eher wahrscheinlich, dass die auch das haben wollen, was wir haben. wie wahrscheinlich ist es, vereinfacht gesagt, dass die, die eh schon nichts haben, auf das, was sie meinen haben zu können, verzichten, damit die, die eh schon so viel haben, es behalten können?
das alleine - solche spannungen lösen sich doch normalerweise in einem konflikt.
can one man make a difference? alleine für diesen satz liebe ich den film "daredevil". ich glaube, der fragt sich das auch jeden tag, und macht trotzdem weiter. er tut trotz seiner zweifel das, was er für richtig hält. schon sehr amerikanisch und auch seht pathetisch, trotzdem haben mich solche filme geprägt.
ich weiss, nicht ob ein einzelner mensch die welt verändern kann, aber ein bißchen was verändert es auf jeden fall. meine mutter erzählt da immer eine geschichte:
ein man geht am strand spazieren und stellt fest, dass an diesem strand tausende von seesternen angeschwemmt wurden. plötzlich bemerkt er einen anderen mann, der immer wieder seesterne aufhebt und sie ins meer zurück wirft. er geht auf ihn zu und fragt ihn, warum er sich denn damit abgibt, macht doch eh keinen unterschied. der andere antwortet ihm: "ich kann nicht alle retten, aber für die, die ich wieder hinein werfe, macht es sehr wohl einen unterschied."
irgendwie frag ich mich dann schon, ob ich jemals recht behalten werde mit diesen gedanken. ich hab noch nicht viele menschen gefunden, die mir da zustimmen.
da fällt mir dann auch nur ein anderer satz ein, den ich in einem buch von m. albright gelesen hab. in dem buch gehts um gott und religion in der politik und darin schreibt sie:
"doubt is an element of faith"
glaube ich auch ja, und der satz hält mich dann immer wieder überwasser. außerdem hat angeblich winston churchil gesagt: "never, never, never give up."
wenn ich im moment auf seminaren bin, wird immer davon geredet, wie es denn weitergeht, was man den tun muss, damit man noch mehr verdient, dabei noch weniger arbeitet und so. das empfinde ich zumindest so. keiner stellt sich einmal die frage, ob das überhaupt möglich ist.
deuten nicht alle anzeichen in eine völlig andere richtung? wie sollte denn das ausschauen? ich meine - klar, alle ursachen und wie sie zusammenhängen sind von einem einzelnen menschen wohl kaum erkenn- und auswertbar. aber im gesamten gesehen ...
wie soll das denn laufen, so wie wir jetzt leben und gelebt haben, haben wir unserem lebensraum enormen schaden zugefügt. und dabei war das nur ein bruchteil der gesamtbevölkerung. wie wahrscheinlich ist es dann, dass der rest der bevölkerung für immer in dieser unterdrückung und geteilten gesellschaft weiterlebt. ist es nicht eher wahrscheinlich, dass die auch das haben wollen, was wir haben. wie wahrscheinlich ist es, vereinfacht gesagt, dass die, die eh schon nichts haben, auf das, was sie meinen haben zu können, verzichten, damit die, die eh schon so viel haben, es behalten können?
das alleine - solche spannungen lösen sich doch normalerweise in einem konflikt.
can one man make a difference? alleine für diesen satz liebe ich den film "daredevil". ich glaube, der fragt sich das auch jeden tag, und macht trotzdem weiter. er tut trotz seiner zweifel das, was er für richtig hält. schon sehr amerikanisch und auch seht pathetisch, trotzdem haben mich solche filme geprägt.
ich weiss, nicht ob ein einzelner mensch die welt verändern kann, aber ein bißchen was verändert es auf jeden fall. meine mutter erzählt da immer eine geschichte:
ein man geht am strand spazieren und stellt fest, dass an diesem strand tausende von seesternen angeschwemmt wurden. plötzlich bemerkt er einen anderen mann, der immer wieder seesterne aufhebt und sie ins meer zurück wirft. er geht auf ihn zu und fragt ihn, warum er sich denn damit abgibt, macht doch eh keinen unterschied. der andere antwortet ihm: "ich kann nicht alle retten, aber für die, die ich wieder hinein werfe, macht es sehr wohl einen unterschied."
irgendwie frag ich mich dann schon, ob ich jemals recht behalten werde mit diesen gedanken. ich hab noch nicht viele menschen gefunden, die mir da zustimmen.
da fällt mir dann auch nur ein anderer satz ein, den ich in einem buch von m. albright gelesen hab. in dem buch gehts um gott und religion in der politik und darin schreibt sie:
"doubt is an element of faith"
glaube ich auch ja, und der satz hält mich dann immer wieder überwasser. außerdem hat angeblich winston churchil gesagt: "never, never, never give up."
Mittwoch, 14. November 2007
was mir im moment so durch den kopf geht
irgendwie geht da doch was nicht so ganz zusammen. ich finde das, die zukunftsprognosen, die so publiziert werden, nicht mit dem übereinstimmen, was wir so rund um uns sehen. ich glaube nicht, dass es möglich ist, das immer alles noch größer wird. was passiert den mit der welt wenn indien und china den gleichen standard erreichen wie die USA und Europa? ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass sie das aushalten wird, wenn wir jetzt schon bemerken, dass sich gravierend was verändert. allein die großen katastrophen - tsunami, katrina, jetzt das feuer in kalifornien - die haben doch meiner meinung nach alle damit zu tun, dass wir in die natur eingegriffen haben.
letzte woche war ich bei einem seminar, bei dem es unter anderem auch um trends im tourismus ging. die trends, die da präsentiert wurden, machen mich einfach nur zornig. ich meine, ich weiss schon, dass das extrem-beispiele sind, und vielleicht auch absichtlich ein wenig polarisieren sollten. aber ich hasse diese form der disharmonie - man sollte sich schon, das worst-case-scenario anschauen, aber das muss man doch bitte in beziehung setzen und halbwegs mit der realität abgleichen.
meiner meinung nach ist dieser mangelnde realitätsbezug doch eines der hauptprobleme unserer zeit. vereinfacht gesagt, will jetzt doch jeder auf der welt ein sündteures auto fahren, ein riesiges haus haben und wahnsinnig viel geld verdienen, ohne zuviel dafür zu arbeiten, gleichzeitig noch eine super-harmonische beziehung, für die man nicht arbeiten muss, kinder, die alleine groß werden und hobbies, die den mega-kick bringen, ohne dass man selber, was dafür tun muss. das ist doch lächerlich!
ALLES wird erst durch die Grenzen, denen man ausgesetzt ist oder die man sich selbst setzt, interessant. Der Tod gibt dem Leben Bedeutung, wie bedeutungslos, langweilig und uninteressant wäre das Leben, wenn es nicht begrenzt wäre. Und genauso ist es wirklich mit allem anderen.
Menschen brauchen Herausforderung und Grenzen, und ich glaube, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir den Bewußtseinschritt machen müssen, uns unsere Grenzen selbst zu setzen. Vielleicht ist es das, was die Maja-Prophezeiung für 2011/2012 meint - ich glaub jedenfall nicht, dass die Außerirdschen wieder zurückkommen.
Ich weiss auf jeden Fall eines, für mich und für meine Firma MUSS ich das so probieren - ich meine, die eigene Verantwortung erkennen und danach handeln. Eines ist mir noch ziemlich deutlich in Erinnerung: im Rahmen meiner Maturavorbereitung hab ich mir einmal kurz gedacht: "Wenn ich das eh so genau weiß (meine Meinung war immer schon sehr ausgeprägt - bis hin zu stur), warum handle ich dann eigentlich nicht danach?" und in langen Jahren der Krankheit, habe ich dann eines sehr schmerzvoll gelernt, wenn dich etwas stört, dann nimm es in angriff und ändere es. Es ist nicht so wichtig, dass man das fehlerfrei macht - HAUPTSACHE man macht überhaupt was.
letzte woche war ich bei einem seminar, bei dem es unter anderem auch um trends im tourismus ging. die trends, die da präsentiert wurden, machen mich einfach nur zornig. ich meine, ich weiss schon, dass das extrem-beispiele sind, und vielleicht auch absichtlich ein wenig polarisieren sollten. aber ich hasse diese form der disharmonie - man sollte sich schon, das worst-case-scenario anschauen, aber das muss man doch bitte in beziehung setzen und halbwegs mit der realität abgleichen.
meiner meinung nach ist dieser mangelnde realitätsbezug doch eines der hauptprobleme unserer zeit. vereinfacht gesagt, will jetzt doch jeder auf der welt ein sündteures auto fahren, ein riesiges haus haben und wahnsinnig viel geld verdienen, ohne zuviel dafür zu arbeiten, gleichzeitig noch eine super-harmonische beziehung, für die man nicht arbeiten muss, kinder, die alleine groß werden und hobbies, die den mega-kick bringen, ohne dass man selber, was dafür tun muss. das ist doch lächerlich!
ALLES wird erst durch die Grenzen, denen man ausgesetzt ist oder die man sich selbst setzt, interessant. Der Tod gibt dem Leben Bedeutung, wie bedeutungslos, langweilig und uninteressant wäre das Leben, wenn es nicht begrenzt wäre. Und genauso ist es wirklich mit allem anderen.
Menschen brauchen Herausforderung und Grenzen, und ich glaube, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir den Bewußtseinschritt machen müssen, uns unsere Grenzen selbst zu setzen. Vielleicht ist es das, was die Maja-Prophezeiung für 2011/2012 meint - ich glaub jedenfall nicht, dass die Außerirdschen wieder zurückkommen.
Ich weiss auf jeden Fall eines, für mich und für meine Firma MUSS ich das so probieren - ich meine, die eigene Verantwortung erkennen und danach handeln. Eines ist mir noch ziemlich deutlich in Erinnerung: im Rahmen meiner Maturavorbereitung hab ich mir einmal kurz gedacht: "Wenn ich das eh so genau weiß (meine Meinung war immer schon sehr ausgeprägt - bis hin zu stur), warum handle ich dann eigentlich nicht danach?" und in langen Jahren der Krankheit, habe ich dann eines sehr schmerzvoll gelernt, wenn dich etwas stört, dann nimm es in angriff und ändere es. Es ist nicht so wichtig, dass man das fehlerfrei macht - HAUPTSACHE man macht überhaupt was.
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