irgendwie geht da doch was nicht so ganz zusammen. ich finde das, die zukunftsprognosen, die so publiziert werden, nicht mit dem übereinstimmen, was wir so rund um uns sehen. ich glaube nicht, dass es möglich ist, das immer alles noch größer wird. was passiert den mit der welt wenn indien und china den gleichen standard erreichen wie die USA und Europa? ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass sie das aushalten wird, wenn wir jetzt schon bemerken, dass sich gravierend was verändert. allein die großen katastrophen - tsunami, katrina, jetzt das feuer in kalifornien - die haben doch meiner meinung nach alle damit zu tun, dass wir in die natur eingegriffen haben.
letzte woche war ich bei einem seminar, bei dem es unter anderem auch um trends im tourismus ging. die trends, die da präsentiert wurden, machen mich einfach nur zornig. ich meine, ich weiss schon, dass das extrem-beispiele sind, und vielleicht auch absichtlich ein wenig polarisieren sollten. aber ich hasse diese form der disharmonie - man sollte sich schon, das worst-case-scenario anschauen, aber das muss man doch bitte in beziehung setzen und halbwegs mit der realität abgleichen.
meiner meinung nach ist dieser mangelnde realitätsbezug doch eines der hauptprobleme unserer zeit. vereinfacht gesagt, will jetzt doch jeder auf der welt ein sündteures auto fahren, ein riesiges haus haben und wahnsinnig viel geld verdienen, ohne zuviel dafür zu arbeiten, gleichzeitig noch eine super-harmonische beziehung, für die man nicht arbeiten muss, kinder, die alleine groß werden und hobbies, die den mega-kick bringen, ohne dass man selber, was dafür tun muss. das ist doch lächerlich!
ALLES wird erst durch die Grenzen, denen man ausgesetzt ist oder die man sich selbst setzt, interessant. Der Tod gibt dem Leben Bedeutung, wie bedeutungslos, langweilig und uninteressant wäre das Leben, wenn es nicht begrenzt wäre. Und genauso ist es wirklich mit allem anderen.
Menschen brauchen Herausforderung und Grenzen, und ich glaube, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem wir den Bewußtseinschritt machen müssen, uns unsere Grenzen selbst zu setzen. Vielleicht ist es das, was die Maja-Prophezeiung für 2011/2012 meint - ich glaub jedenfall nicht, dass die Außerirdschen wieder zurückkommen.
Ich weiss auf jeden Fall eines, für mich und für meine Firma MUSS ich das so probieren - ich meine, die eigene Verantwortung erkennen und danach handeln. Eines ist mir noch ziemlich deutlich in Erinnerung: im Rahmen meiner Maturavorbereitung hab ich mir einmal kurz gedacht: "Wenn ich das eh so genau weiß (meine Meinung war immer schon sehr ausgeprägt - bis hin zu stur), warum handle ich dann eigentlich nicht danach?" und in langen Jahren der Krankheit, habe ich dann eines sehr schmerzvoll gelernt, wenn dich etwas stört, dann nimm es in angriff und ändere es. Es ist nicht so wichtig, dass man das fehlerfrei macht - HAUPTSACHE man macht überhaupt was.
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