wenn du bemerkst, dass du ein totes pferd reitest: steig ab. geht mir oft durch den kopf, dieser spruch. wie bereits bemerkt: kann mir nicht vorstellen, dass das so weiter gehen kann. ich hab natürlich auch nicht wirklich eine vorstellung von allen möglichen konsequenzen. aber was ich weiss, ist, dass es - wahrscheinlich mit außnahme des menschlichen geistes - für alles grenzen gibt. vor allem auf materieller ebene. ich kann nicht 100 km/h schnell laufen. es gibt auch für das, was die erde aushalten kann grenzen. es gibt auch für das, was menschen aushalten können - vor allem wenn sie total unbewußt agieren - grenzen.
wenn ich im moment auf seminaren bin, wird immer davon geredet, wie es denn weitergeht, was man den tun muss, damit man noch mehr verdient, dabei noch weniger arbeitet und so. das empfinde ich zumindest so. keiner stellt sich einmal die frage, ob das überhaupt möglich ist.
deuten nicht alle anzeichen in eine völlig andere richtung? wie sollte denn das ausschauen? ich meine - klar, alle ursachen und wie sie zusammenhängen sind von einem einzelnen menschen wohl kaum erkenn- und auswertbar. aber im gesamten gesehen ...
wie soll das denn laufen, so wie wir jetzt leben und gelebt haben, haben wir unserem lebensraum enormen schaden zugefügt. und dabei war das nur ein bruchteil der gesamtbevölkerung. wie wahrscheinlich ist es dann, dass der rest der bevölkerung für immer in dieser unterdrückung und geteilten gesellschaft weiterlebt. ist es nicht eher wahrscheinlich, dass die auch das haben wollen, was wir haben. wie wahrscheinlich ist es, vereinfacht gesagt, dass die, die eh schon nichts haben, auf das, was sie meinen haben zu können, verzichten, damit die, die eh schon so viel haben, es behalten können?
das alleine - solche spannungen lösen sich doch normalerweise in einem konflikt.
can one man make a difference? alleine für diesen satz liebe ich den film "daredevil". ich glaube, der fragt sich das auch jeden tag, und macht trotzdem weiter. er tut trotz seiner zweifel das, was er für richtig hält. schon sehr amerikanisch und auch seht pathetisch, trotzdem haben mich solche filme geprägt.
ich weiss, nicht ob ein einzelner mensch die welt verändern kann, aber ein bißchen was verändert es auf jeden fall. meine mutter erzählt da immer eine geschichte:
ein man geht am strand spazieren und stellt fest, dass an diesem strand tausende von seesternen angeschwemmt wurden. plötzlich bemerkt er einen anderen mann, der immer wieder seesterne aufhebt und sie ins meer zurück wirft. er geht auf ihn zu und fragt ihn, warum er sich denn damit abgibt, macht doch eh keinen unterschied. der andere antwortet ihm: "ich kann nicht alle retten, aber für die, die ich wieder hinein werfe, macht es sehr wohl einen unterschied."
irgendwie frag ich mich dann schon, ob ich jemals recht behalten werde mit diesen gedanken. ich hab noch nicht viele menschen gefunden, die mir da zustimmen.
da fällt mir dann auch nur ein anderer satz ein, den ich in einem buch von m. albright gelesen hab. in dem buch gehts um gott und religion in der politik und darin schreibt sie:
"doubt is an element of faith"
glaube ich auch ja, und der satz hält mich dann immer wieder überwasser. außerdem hat angeblich winston churchil gesagt: "never, never, never give up."
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